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Lohnt sich dein laufender Reinigungsauftrag?

Bei der Nachkalkulation vergleichst du deinen Plan mit der tatsächlichen Arbeit. Du siehst, wo ein Auftrag mehr Zeit oder Geld braucht als angenommen – und kannst die Ursache angehen.

Lege drei Dinge nebeneinander

  1. Dein Angebot und den vereinbarten Umfang.Welcher Nettopreis gilt für den betrachteten Monat? Welche Aufgaben und Termine gehören dazu?
  2. Die geplanten und geleisteten Arbeitsstunden.Addiere die Stunden aller eingesetzten Personen. Zwei Personen mit je drei Stunden haben zusammen sechs Arbeitsstunden geleistet.
  3. Die Kosten für diesen Auftrag.Nutze den Kostensatz ohne Gewinnaufschlag. Ergänze tatsächlich entstandene Objektkosten, soweit sie noch nicht enthalten sind.

Vergleiche immer denselben Zeitraum und denselben Leistungsumfang. Ein Monat mit zusätzlichen Terminen ist mit einem Durchschnittsmonat nicht ohne Anpassung vergleichbar.

Vier zusätzliche Stunden verändern das Ergebnis

Ein fiktiver Auftrag bringt 800 € netto im Monat ein. Geplant sind 20 Arbeitsstunden. Tatsächlich werden bei gleichem Umfang und gleicher Terminzahl 24 Stunden geleistet.

Wir bewerten jede Stunde vereinfachend mit 30 € Kosten, einschließlich zugeordneter Betriebskosten. Weitere Objektkosten fallen im Modell nicht an.

Die Tabelle lässt sich auf kleinen Bildschirmen seitlich verschieben.

Modellvergleich für denselben Monat · alle Beträge netto
Kennzahlwas verglichen wirdGeplantvor dem AuftragNachgerechnetmit erfassten Stunden
Arbeitsstunden20 h24 h
Umsatz800 €800 €
Bewertete Kosten20 × 30 € = 600 €24 × 30 € = 720 €
Kalkulatorisches Ergebnis200 €80 €

Umsatz minus zugeordnete Kosten ergibt das kalkulatorische Auftragsergebnis.

Vier zusätzliche Stunden × 30 € Kosten = 120 € weniger Ergebnis.

Die 80 € sind ein Ergebnis dieser vereinfachten Kostenrechnung, keine Aussage zum Kontostand. Fixkosten wie Büromiete steigen nicht automatisch mit jeder weiteren Stunde. Prüfe bei einer echten Nachkalkulation die tatsächlichen Kosten und ihre Zuordnung. Der gleichbleibende Kostensatz macht hier den Zeitverlust sichtbar.

Was machst du mit der Abweichung?

„Zu langsam gereinigt“ ist noch keine Erklärung. Kläre zuerst, wo die zusätzlichen Stunden entstanden sind.

Es werden mehr Arbeiten erledigt als vereinbart.
Vergleiche mit dem Leistungsverzeichnis. Dokumentiere Zusatzleistungen und kläre ihren Umfang und Preis mit dem Kunden.
Die vereinbarte Arbeit braucht regelmäßig länger.
Prüfe deine Leistungswerte, den Verschmutzungsgrad und Hindernisse am Objekt. Übernimm eine begründete Zeitannahme in die nächste Kalkulation.
Wege, Schlüssel oder Materialsuche kosten Zeit.
Trenne Reinigungszeit und Nebenzeiten in der Erfassung. Prüfe, welche Abläufe du vereinfachen kannst und welche Zeiten dauerhaft dazugehören.
Es gab einmalige Einarbeitung oder Sonderaufwand.
Halte den Anlass fest. Ein einzelner Startmonat ist noch kein Beleg für den dauerhaften Aufwand.

Wann solltest du nachkalkulieren?

Prüfe einen neuen Auftrag, sobald vollständige und vergleichbare Ausführungsdaten vorliegen. Wiederhole den Vergleich nach der Einarbeitung und bei Änderungen an Aufgaben, Zeiten oder Kosten. Wähle für laufende Aufträge einen regelmäßigen Prüfrhythmus, der zu deinem Betrieb passt.

Bewahre Plan und Ist-Werte getrennt auf. Sonst überschreibst du die ursprüngliche Annahme und erkennst später nicht mehr, weshalb der Preis zu knapp war.

Deinen eigenen Kostensatz und Stundenpreis herleiten →

Grundlage der Rechnung

Eigene Modellrechnung von Facento, 16. September 2026. Keine Kundenkennzahlen. Der Stundenkostensatz ist eine vereinfachte Annahme; deine Kostenrechnung kann andere Verteilungsschlüssel benötigen.

Als Einstieg in die betriebliche Preiskalkulation: IHK Darmstadt: Kalkulation. Den Kostenaufbau rechnen wir auf der Seite zum Stundenverrechnungssatz ausführlich vor.

Vom aufgenommenen Objekt zum vorbereiteten Angebot.

Sieh dir in einer Demo an, wie Objektaufnahme, Kalkulation und Angebotsvorbereitung in Facento zusammenarbeiten.

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